Tournee 2026 der Ensemble der Klosterkirche Guben

TAGESÜBERSICHT

Sa. 8.08.2026 15.00 St. Nikolai Kirche Forst/Lausitz
(Brandenburg)
So 9.08.2026 17.00 Evgl. Luth. Heiligkreuzkirche Coburg (Bayern)
Mo 10.8.2026 19:30 Stadtkirche St. Peter Sonneberg (Thüringen)
Mi 12.8.2026 19:00 Heilig-Kreuz-Kirche Loffenau (Baden-Württemberg)
Do 13.8.2026 19:30 Markuskirche Gaggenau (Baden-Württemberg)
Fr 14.8.2026 19:00 Kath. Kirche St. Johannes Ottersweier (Baden-Württemberg)
Musik zur Hl. Messe
20:00 Kleines Abendkonzert
Sa 15.8.2026 Rückreise
So 16.8.2026 16:00 Klosterkirche Guben
Abschlusskonzert der Chorreise

Tag 8 - 15.08.2026

Heimreisetag

Letzter Tag der Chorfahrt 2026, allerletzter Tag aller Chorfahrten SCHLUCHZ SCHLUCHZ.

Letztes mal Frühstück im Massenquartier, SCHLUCHZ.

Letztes Mal Küche ausräumen.

Letztes mal Luft ablassen - aus den Matratzen.

Letztes mal Schlafsackkette am Bus.

Und dann ein allerletztes mal in den Chorfahrtbussen platznehmen (Dank unseren Busfahrern), um sich dem intensiven Busschlaf zu widmen.

Doch schon nach 10 Minuten wurde unsere Fahrt jäh unterbrochen. Ein Radfahrer hatte in kurviger Abfahrt eine davon nicht geschafft. Unser medizinischer Dienst, namens Ilse, Lisa und Ecki, war zum Glück sofort zur Stelle. Und man kann fast behaupten, dass Hansi und Co in routinierter Weise alles folgende bis zum Eintreffen des Krankenwagens managten.

Etwas verspätet aber immer noch ausreichend müde, wurde bei den meisten der traumlose Tiefschlaf fortgesetzt. Dann- ein allerletztes Mal der Ruf "Wüüüürstchen" ....."Senf oder Ketchup"??? Eigentlich alles wie immer, aber nein, da war ja noch was: Timo hatte dran gedacht, heute vor drei Jahren "heirateten" Hansi und Olli - nun konnten wir und sie auf der Raste natürlich bei strahlendem Sonnenschein ihre LEDERNE Hochzeit feiern. Ein musikalischer Würfelbecher war eine echte Überraschung für beide.

SCHLUCHZ So ..... nun geht wirklich alles- zumindest chorfahrtmäßig- zu Ende. SCHLUCHZ,SCHLUCHZ,SCHLUCHZ.

Aber wir wollen nicht nur traurig sein, sondern stolz und erfreut ob dem vielfältig Erlebten ....und wie sagt man: Jedem Ende wohnt auch ein neuer Anfang inne. Und ein ganz besonders Konzert liegt ja noch vor uns: Unser morgiges Abschlusskonzert in der Klosterkirche, auf das wir uns alle freuen und in dem wir noch einmal die Freude an der Musik miteinander teilen können.

p>Claudia Donath
Bernadette Heym
Ulrike Dunkel

Tag 7 - 14.08.2026

Tagesbericht - Freitag, 14.08.2026

Chorfahrtsbericht – Tagesbericht Freitag

Morgen! Es ist Tag sechs. Die kurzen Nächte machen sich langsam bei einigen bemerkbar. Wir gehen es aber ruhig an und frühstücken genüsslich (es gibt sogar Joghurt!) im Sonnenschein. Ah nee, im Schatten. Es ist erst halb neun, von Minute zu Minute steigt die Temperatur und alle flüchten aus der Sonne.

In der letzten Andacht gab uns Evi funkelnde Prismen, die nur dank ihrer Ecken und Kanten so schön bunt funkeln. Sie sollen uns bewusst machen, dass wir nicht perfekt sind – daran werden wir Hansi gegebenenfalls durch den nächsten fehlenden Einsatz oder ein falsches Vorzeichen erinnern.

Es folgten zwei Stunden Freizeit, die alle auf ihre Art zu nutzen wussten: schnarchend in der Halle, kegelnd im Keller oder als Störche durch den Springbrunnen hinter Babsi einher stakende Yogis.

Nach dem Mittag (endlich Salat! Und zwar kein Wurstsalat…) ging’s auf nach Ottersweier, wo wir bereits sehnsüchtig von Renate Höß in der Sankt Johanniskirche erwartet wurden. Nach einer Stellprobe ging es für den Großteil der Kids und einige Erwachsene zum Wihennen binden ins Heimatmuseum. Bei diesem katholischen Brauch, der bereits seit dem neunten Jahrhundert zu Mariä Himmelfahrt praktiziert wird, werden verschiedene medizinische Kräuter zusammengebunden und später in der Messe geweiht.

 

Vor dem Konzert gab es ein reichhaltiges regionales Buffet mit vielerlei Käse und Wurstsalat sowie Belag samt Schwarzwälder Schinken vom lokalen Fleischer. Zu unserem großen Glück trug zusätzlich der klimatisierte Speisesaal bei.

Die dann folgende Messe forderte von uns besondere Aufmerksamkeit und Flexibilität. Weit entfernt vom üblichen Programm untermalten wir den liturgischen Ablauf mit Gloria, Credo und Co. Bei der Weihung der Kräutersträußle bekam sogar eine Bratsche eine ordentliche Ladung Weihwasser ab. Wenn das nicht bei der Intonation des Abschlusskonzerts hilft!

Wir überstanden das anschließende Konzert schwitzend zwischen Weihrauch und herrlichem Sonnenuntergang. Auch bei Hansi machte sich die Hitze bemerkbar: Er verrechnete sich bei der Konzertlänge und schenkte uns quasi eine Stunde. Renate war beseelt und dankte uns herzlich mit den Worten: „Sie haben bereits eine Obstauswahl aus Mittelbaden im Bus. Vergelt’s Gott.“

Pia Dreher
Tabea Schleinitz
Timon Bursch

Tag 6 - 13.08.2026

Tagesbericht - Donnerstag, 13.08.2026

25 Grad und es wird noch heißer!
Das war das Motto für den heutigen Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es für uns ins Waldseebad in Gaggenau. Evi sorgte dafür, dass wir alle gut beHÜTET unterwegs waren und spendierte eine reiche Auswahl an modischen Kopfbedeckungen.

31 Grad und es wird noch heißer!
Sonne, Sonne und noch mehr Sonne erwartete uns auf der Familienwiese. Unserer Vermutung nach stellten wir sofort den Rekord im Massen-Badeklamotten-Umziehen aller Alterskategorien auf. Und los ging der freudige, algige Badespaß. Die einen zogen Bahnen, während die anderen mutig Rutsche und Sprungtürme erklommen. Ein besonderer Anziehungspunkt bot das selbstbetriebe Wellenbädchen, das durch rhythmisches Auf- und Abspringen Wellen erzeugte. Zum Glück war der Kantor auch dabei, sodass wir im 4/4-Takt jauchzend in neue Höhen befördert wurden.

33 Grad und es wird noch heißer!
Punkt 12:00 Uhr schob sich die hungrige Meute zum Imbiss. Ratzfatz wurden wir verköstigt. Das Sortiment bot sogar Eisschokolade und Eiskaffee. Allerdings waren das Servicepersonal mittlerweile so erschöpft, dass nun schon Kaffee mit Schokolade verwechselt wurde. Zum Glück waren wir aufmerksam und gut gestärkt, um den Fehler frühzeitig zu erkennen.

37 Grad und es wird zum Glück nicht mehr heißer!
15 Uhr fanden wir uns wieder an den Bussen ein, um kurze Zeit später an unserer Konzertkirche anzukommen. Das bekannte Prozedere begann und wir versuchten nicht zu zerfließen. Nach einem reichlichen Abendessen ging es zum Einsingen und auch bald schon zum Konzert. Erstaunlicherweise lief alles zur Zufriedenheit des Kantors und des Publikums. Viele liebe Worte fielen seitens der Gemeinde und unsere Musik wurde sogar mit zwei Flaschen Wein belohnt.

25 Grad und es wird noch kühler!
Nun sitzen wir wieder im Massenquartier und genießen die laue Sommerluft.

Gute Nacht!

Angelika Dubrau
Ruth Friedrich
Babara Fichtmüller

Tag 5 - 12.08.2026

Tagesbericht – Mittwoch, 12.08.2026

Loffenau: Mitte der Chorfahrt - neues Quartier im Gemeindezentrum

Nicht lang war unsre erste Nacht.
Das Frühstück ruft, die Sonne lacht.
Das Waldhorn grüßt uns, aufgepasst –
Setzt euch schnell hin zur Morgenandacht!

Wie Pusteblumen geht's voran,
Der Pfarrer führt uns durch die Wiesen
Mit Sonnenschein und Waldhornklang.
Dort fängt schon bald der Aufbau an.

Während die einen mit den Podesten schuften,
Gehen andere sich in den Weltladen verduften.
Durch die Stellprobe gerannt,
Wird am Schluss der Hans verbannt.
Hinter verschlossenen Kirchentüren
Hört man sie noch musizieren.

Zum Mittag gab es Bolognese
Dazu noch eine Prise Käse.
Danach war heute ganz viel Zeit
Für jeglich schönen Zeitvertreib.

Schlafen, Wandern, Orgelspiel
Auch Volleyball war mal ein Ziel.
Und bei gefühlten 20 Grad zu viel
Wird es erst im Brunnen kühl.

Zur Stärkung dann vor dem Gesang
Ein Fleischkäse uns empfang.

So rückt der Tag zum Auftritt vor.
Für jeden Zuschauer gab's zwei vom Chor,
Sodass, trotz Sonnenfinsternis, die lockte,
Doch noch wer im Publikum hockte.

Im lauen Lüftchen der Abend ganz nett
Mit einem Bläsersextett.

Luise Eckert
Evelyn Graff
Veronika Schulz

Tag 4 - 11.08.2026

Tagesbericht – Dienstag, 11.08.2026

Quartierwechsel

An diesem Tag zeigt sich, dass 60 Chorfahrten Routine erzeugen. Vor der Abfahrt sind heute Sachen zu packen, Zimmer zu räumen, das gesamte Objekt aufzuräumen und die Busse zu beladen. Obwohl viele dieser Aufgaben auch von den Mädels des Küchendienstes bewältigt werden mussten (Küchenreinigung!), haben sie uns wieder mit einem köstlichen Frühstück verwöhnt.

Schneller als im Orgheft vorgesehen war das Objekt wieder in einem Zustand, als ob es nie von uns bevölkert war. Andere sagen, es sieht viel sauberer aus als bei unserem Eintreffen. Es funktionieren eben alle Ämter.

Im Ergebnis setzten sich die Busse 22 Minuten vor der geplanten Zeit in Bewegung. Den Rest des Tages konnten wir uns darauf beschränken, Mike und Lutz bei der Arbeit zu beobachten.

Gegen Mittag erreichten wir Würzburg, wo wir 3 Stunden Freizeit zwischen Residenzschloss, Einkaufsstraßen und Biergarten verbrachten. Der Fürstbischof sah sich offensichtlich in einer Liga mit den großen Königshäusern Europas.

Auf der Weiterfahrt gewährten uns Mike und Lutz noch Einblicke in die Besonderheiten einer Raststätte mitten im Baustellenbereich einer Autobahn. Die Rundfahrt über deren Gelände forderte alle ihre akrobatischen Fähigkeiten.

In Loffenau erwartete uns unser neues Quartier in der Gemeindehalle. Einen herzlichen Empfang bereitete uns Pfarrer Florian Lampadius ("Florian" ist einfacher), der extra seinen Urlaub verschoben hat, um uns mit den Klängen eines Alphorns und mit der Gabe von Kaltgetränken zu begrüßen.

Nachdem wir unsere Luftmatratzen im Saal, der zugehörigen Empore und der Bühne ausgebreitet hatten, erwartete uns ein liebevoll vorbereiteter Bunter Abend.

Das Vorbereitungsteam nahm uns zunächst mit auf eine interaktive Chorfahrt, bei der man klar sehen konnte, dass der Kantor eigentlich immer dran ist. Danach durften wir der Schließung zweier traditioneller Chorfahrtehen beiwohnen.

Brauttanz und Elterntanz gingen schließlich über in den allgemeinen Tanz und dessen Rhythmus schließlich in den Takt der "Schnarcher" und der "Wälzer" auf den Luftmatratzen.

Mathilda Engwicht
Veit Zuschuppe
Wolfram Heym

Tag 3 - 10.08.2026

Tagesbericht – Montag, 10.08.2026

Chorfahrtsmontag

Alles beginnt mit dem Frühstück und der bangen Frage: "Ist der Bus wieder ganz?"

Erleichterung bei Teilnehmern und vor allem dem Orga-Team, als die Meldung des Reparaturerfolges eintraf. Nach einem ausgedehnten Frühstück und den individuellen Abfahrtsvorbereitungen jedes Einzelnen mit Packen für den Tag kam der Stress zurück mit dem Ruf, der durchs Haus schallte: "Die Busse kommen!"

Und schon im Bus dann der erste Austausch über die jeweiligen Pläne für die freie Stadtbegehung in Coburg. Da stehen Museen, Schlösser und Konsumtempel auf den Plänen.

Und dann ist es doch passiert. Der Wespenjäger Peter wurde zwischen die Finger gestochen. Noch nährten sie sich reichlich am Frühstück und dann stachen sie zurück, die Wespen.

Angekommen am Rand des Stadtkerns von Coburg ging es nahezu gemeinsam in Richtung Burg. Wobei einige nur bis zum Museum gingen. Der Versuch, durch klimatisierte Räume den 32°C Außentemperaturen zu entkommen. Doch der lange Aufstieg zur Burg wurde durch fast schon märchenhafte Architektur und einen Ausblick über den gesamten Landstrich belohnt. Zu beiden Seiten der Burg erstreckte sich das moderne Stadtleben, umgeben von Landwirtschaft und Wäldern, und auf entfernten Berghügeln konnte man weitere Burgen im Sonnenlicht hervorblitzen sehen, die wie kleine Perlen (Murmeln) die Hügel zieren.

Märchenhaft ging es mit der Ev. Stadtkirche Sankt Peter des Montags weiter. Von außen erinnert sie an einen englischen Dom und von innen wölbt sich ein goldener Sternenhimmel auf tiefblauem Grund über den Altarraum (Chorapsis). Der Innenraum überrascht mit gotischer Architektur und verputztem Kreuzrippengewölbe.

Etwas Müdigkeit zieht durch die Fahrtteilnehmer, das sogenannte Mittagsloch lässt auf ein reichhaltiges Mittagessen schließen. Der aufkommende Wind lässt die Temperaturen erträglicher wirken.

Nach getaner Arbeit (Stellprobe und musikalische Probe) ging es zum Abendessen in die Gemeinderäume. Ein stetiges "Ohh" von allen in den Raum Kommenden wegen des reichlich bestückten Buffets mit mehreren Salaten und Würstchen.

Vom reichhaltigen Abendbrot, bereitet von der gastgebenden Gemeinde, "rollten" wir zum Fototermin an der Kirchentreppe. "Das Leben ist hart!", riefen die ersten Gäste uns entgegen nach dem 20. Bild. "Eins, zwei, jetzt!" wird der neue Schlachtruf. Bei Konzertstart zum ersten Ton: "Eins, zwei, jetzt!"

Natürlich ging das Konzert mit stillem Dirigatsschlag los und den Tönen der Männer auf dem Text "Lobe den Herrn, meine Seele". Für alle war es nach dem gestrigen Tag eine große Freude, in einer nahezu vollen Kirche zu singen. Zudem war es gerade beim Abendlied schön, unter dem gemalten und mit goldenen Sternen bestückten Sternenhimmel der Chorapsis zu singen. Mit einem Auszug unter Applaus ging das Konzert zu Ende und der Aufräumstress des Auf- bzw. Abbauteams nahm seinen Lauf. Nun ist nicht nur der letzte Ton verklungen und der letzte Klatscher geklatscht, sondern auch jede Spur eines Konzerts entfernt und die Kirche wieder ein ruhiges Gebetshaus und alles nur noch eine Erinnerung. Eine Erinnerung, mit der die Fahrtteilnehmer in die Nachtruhe gehen oder ausklingende Abendgespräche füllen. Erinnerungen, aus denen Träume entstehen.

Hannahs Sicht auf den Tag

Unser Tag begann eigentlich schon am gestrigen Abend, denn einige von uns waren trotz des späten Abends noch wach. Gleichzeitig blieb die Frage offen, ob unser heutiger Plan überhaupt stattfinden konnte, da unser Bus am Vortag ein Problem hatte. Zum Glück kam dann die erlösende Nachricht unseres Busfahrers: Das benötigte Ersatzteil konnte im Tausch gegen zwei Gläser Spreewälder Gurken organisiert werden. Damit war unser Plan gerettet.

Am nächsten Morgen wurden die „Kellerkinder“, die wegen der eisigen Temperaturen im Nebenraum der Küche geschlafen hatten, durch die lieblichen Geräusche klappernder Teller geweckt. Im Innenhof wartete bereits das von unseren supertollen Küchenfrauen vorbereitete Frühstück auf uns.

Danach ging es zackig nach Coburg. Dort teilte sich die Gruppe auf: Einige besuchten das Naturkundemuseum, andere erkundeten die Altstadt oder die Burg und wieder andere gingen shoppen. Gegessen haben natürlich trotzdem alle – von fränkischen Spezialitäten bis zu Eis und kleinen Snacks war alles dabei.

Anschließend ging es zurück nach Thüringen, nach Sonneberg. Während das Aufbauteam die Kirche vorbereitete, machten es sich die anderen mit einem Schläfchen, Gesprächen oder einer Massage gemütlich. Mit dem Ruf „Männerstimmen, bitte!“ startete um 16 Uhr unsere Stellprobe.

Danach empfingen uns die Gemeindemitglieder im Gemeindehaus mit leckeren Salaten und Wurst. Gut gestärkt ging es um 19:30 Uhr zum Konzert. Die Kirche war gut gefüllt und wir konnten ein schönes Konzert geben.

Auf der Rückfahrt wurde es in Bus 1 bei den Jugendlichen noch einmal richtig ausgelassen, bevor wir schließlich wieder in unserem Massenquartier ankamen.

Andreas Alisch
Hannah Kubenka
Christina Aldag

Tag 2 - 09.08.2026

Original Text

Liebe Leserinnen und Leser der Chronik des Orchestras und des Chorus Gubensis 09 Augusti Anno Domini MMXXVI, die kurze Nacht ist um 8 Uhr beendet worden bei einem ausgedehntem Frühstück mit anschließender Andacht. Uns wurde eine Murmel anvertraut, die für alle Ecken und Kanten und die Beziehung zu Gott steht.

Anschließend wurde das gestrige Konzert ausgewertet und dann wurden wir in die eigenständige Freizeit verabschiedet. Einige nutzten die Gegebenheiten, um die Burgruine der Burg Rauenstein und die danebenliegende Kirche zu betrachten, andere werden wahrscheinlich nur die Sonne oder auch das Bett genossen haben.

Bevor der Weg nach Coburg angetreten wurde, stärkten wir uns noch bei einer Terrine Nudeln- bzw. Bohnensuppe mit Brot und Wiener. Nächster Halt: Coburgum.

Nach dem Kaffee betraten wir die Kirche für unser nächstes Konzert und waren über die Anzahl der Zuschauer überrascht. "In ecclesia mirabile dictu tredecim spectatores spectatricesque sedebant.“In der Kirche saßen sage und schreibe 13 Zuschauerinnen und Zuschauer. Als das Konzert vollendet war, gab eine Opernsängerin eine kleine Zugabe. Zur Feier gab es in Bus 2 dann noch kaltes Becks.

Übersetzt für die Junged

Ihr mausigen Mäuse, Die kurze Nacht war um 8 Uhr dann auch schon wieder Schere vorbei. Kein Bock mehr auf Schlaf, stattdessen direkt Frühstück. Tammam, erstmal ordentlich reingehauen, denn der Tag sollte noch 6-7 interessante Momente bereithalten.

Nach dem ausgedehnten Frühstück folgte die Andacht. Uns wurde dabei eine Murmel anvertraut, die für alle Ecken und Kanten und die Beziehung zu Gott steht. Auf lock eine kleine Murmel, aber trotzdem maximal symbolisch. Klingt erstmal random, hatte aber Tiefgang.

Danach wurde das gestrige Konzert ausgewertet. Es wurde analysiert, reflektiert und wahrscheinlich auch das eine oder andere Mal innerlich gedacht: „Ja moin, das war schon was oder auch nicht.“ Anschließend wurden wir in die eigenständige Freizeit verabschiedet.

Einige nutzten die Gelegenheit und machten einen Spaziergang auf die Burgruine der Burg Rauenstein und die danebenliegende Kirche, die echt peek war. Andere dachten sich vermutlich: „Habibi, ich sehe heute keinen Grund, warum ich mein Bett verlassen sollte.“ Sonne genießen oder einfach weiter schlafen – beides war nach dieser Nacht absolut lock.

Bevor es Richtung Coburg ging, mussten natürlich erstmal die Akkus aufgefüllt werden. Serviert wurde eine Terrine Nudelsuppe bzw. Bohnensuppe mit Brot und Wiener. Küchenteam wir küssen euer Herz, was für eine Mahlzeit. Danach hieß es: Nächster Halt: Coburg

Nach dem Kaffee betraten wir die Kirche für unser nächstes Konzert. Und dann kam die große Wende: Wir waren doch etwas überrascht, wie viele Zuschauerinnen und Zuschauer tatsächlich erschienen waren.

In ecclesia mirabile dictu tredecim spectatores spectatricesque sedebant.

Oder für alle, die kein Latein sprechen: In der Kirche saßen sage und schreibe 13 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Da kann man schon mal kurz den Peek machen und sich fragen: „Tammam, wo sind eigentlich alle?“

Aber wir haben natürlich trotzdem abgeliefert. Als das Konzert vollendet war, gab eine Opernsängerin noch eine kleine Zugabe. Lowkey ein schöner Abschluss.

Und dann ging es zurück zum Bus. Zur Feier des Tages gab es im Bus 1 noch kaltes Bier, Aperol und andere kleine Freunde.

Habibi, besser konnte der Tag eigentlich nicht enden.Ein Tag voller Burgruinen, Kirchen, Konzerten, Murmeln, Suppe und – natürlich – 13 Zuschauenden.

Jörn Weber
Jonathan Baumgart
Selina Bursch

Tag 1 - 08.08.2026

Gubener Sicht:

Mein erster Chorfahrtstag beginnt um 05:45 Uhr im Kantorat. Oh man, viel zu früh! Nun schnell sich frisch machen, Sachen zusammenräumen, ISO-Matte, Schlafsachen, Gepäck schnappen und raus auf den Platz vor der Klosterkirche. Treff ist 06:66 Uhr minus 44 Minuten. So viele bekannte Leute sind schon da (: Es läuft wie jedes Jahr super. Busse werden beladen, Essen, Gepäck, ISO-Matten, Schlafsäcke und letztendlich wir.

Unser erstes Ziel ist Forst. Bei schönstem Sommerwetter rollen wir um die Forster Kirche. Unsere lieben Forster Sängerinnen und Sänger stoßen zu uns und schon geht's zur Stellprobe in die wohlbekannte Kirche. Das Aufbauteam agiert wie immer eingespielt und zügig. Das Programm wird gemeinsam geprobt, da und dort noch etwas besprochen und extra geübt. Die Zeit verfliegt und schon sind wir auf dem Weg zum Mittagessen im Gemeindehaus. Mehrere Muttis der Forster Mitfahrer haben gekocht, mhhh lecker Soljanka und Kartoffel-Lauch-Suppe. Unsere Stullen für die Lunchpakete schmieren wir uns selbst, es ist alles bereit. Ein kleines Mittagspäuschen vor oder in der Kirche schließt sich an. Nach lecker Kaffee und Kuchen beginnt unser erstes Konzert. Jeder ist ein wenig aufgeregt aber es klingt und schwingt durch die Kirche. Am Schluss gibt es Standing Ovations.

Schwupp die wupp wird alles wieder eingepackt und wir machen uns auf den Weg zum zweiten Ziel: Rauenstein in Thüringen. Wir fahren in den Sonnenuntergang - herrlich - und beziehen nach Mitternacht unsere Quartier.

Gutes Nächtle

Forster Sicht:

Für die Forster hieß es um 06:50 Uhr aufstehen und um 08:00 Uhr Richtung Kirche fahren. Dann sind wir zur Kirche gelaufen und haben dort die Busse aus Guben getroffen und unsere Sachen in die Busse gelegt. Danach ging die Probe auch schon los. Hansi wurde von uns geblendet und musste sich Friedemanns Cappy aufsetzen.

Nach einer kurzen Pause war noch eine schnelle Stellprobe und danach ging es direkt in die Frankfurter Str. 23, wo schon ein paar Forster Muttis das Mittagessen vorbereitet haben, aber da wir zu früh waren, durften wir zuerst unsere Lunchpakete packen. Zum Mittagessen gab es für die einen Soljanka und für die Vegetarier gab es eine schmackhafte Kartoffel-Lauch-Suppe.

Dann ging es für ein paar Leute zu Janny's Eis, wo Fabian mit seinen Eis-Ausschenk-Künsten angegeben hat. Irgendwann trafen sich alle in der Kirche und es gab noch eine Miniprobe, bevor es zum Vesper und zum Umziehen ging. Dann gab es ein etwas verkürztes Konzert, da wir schnell ins nächste Quartier fahren mussten. Beim Konzert waren einige den Tränen nah. Vielleicht aus guten, oder auch aus schlechten Gründen, das weiß niemand so genau.

Während es in Bus 1 die Jugend hinten sehr kuschelig hatte, gab es in Bus 2 etwas mehr Luft. In Bus 1 wurden schöne Filme geguckt, während es draußen langsam dunkel wurde. Dann kamen wir um 23:45 Uhr an und gingen ganz schnell schlafen.

Interview mit der jüngsten Teilnehmerin:

"Hast du deinen Koffer selber gepackt?"
Nein Papa.

"Was war das wichtigste was mit musste?"
Meine Kameras und Kuscheltier Dumbo.

"Was machst du wenn die anderen Proben?"
Ich schaue gerne zu oder filme euch, manchmal spiele ich auch mit meinen Polly Pockets.

"Welche Suppe gab es bei dir?"
Die Kartoffelsuppe.

"Wie hast du dein Brot belegt?"
Ein Brot mit Salami und Käse, und das andere mit Schinken und Käse.

"Was ist dein Lieblingseis?"
ZITRONE!

"Was ist dein Lieblingsinstrument im Orchester?"
Die Geige.

"Hast du auch applaudiert?"
Ein bisschen.

"Was hast du auf der laaangen Busfahrt gemacht?"
Ich habe ein Katzenspiel gespiet, der Film hat leider nicht funktioniert und ich habe ganz viel geschlafen.

"Wie viele Gummibärchen hast du gegessen?"
Zwei...
"Doch nicht nur zwei, du flunkerst doch.. Zehn?"
Ja Zehn vielleicht auch neun.

"Wo hat es sich am besten Geschlafen, Bus oder Kirche?"
Im Bus.

"Wie findest du die Unterkunft?"
Ich find sie schön.

"Was war das coolste was du erlebt hast?"
Es war alles richtig cool.

Konzert in Forst

Karolin Meyer
Valerie Dubrau
Maya Sula