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21. Chorfahrt der Chöre der Klosterkirche Guben – 2009Deutschland – Polen
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Montag, 3.8.2009Ich fange mal da an, wo der Text gestern endete. Die Nacht war warm und viele ältere Chorfahrtteilnehmer saßen vergnügt draußen zusammen. Dann hieß es schlafen, teilweise in den uns zur Verfügung gestellten leeren Wohnungen, einige im Gemeinderaum und viele legten sich einfach mit ihren Matratzen und Schlafsäcken draußen unter ein Vordach oder ganz mutig mitten auf die Wiese. So weit so gut, alle schliefen und schnarchten wie gewohnt. Bis dann plötzlich mitten in der Nacht die Pauken ertönten. Ein verwunderter Blick aus den Schlafsäcken brachte schnell die Erkenntnis, dass weder Friedemann noch Micha diese spielten, auch übte Elias nicht Schlagzeug, nein ein heftiges Gewitter brach über uns hinein. Schlagartig goss es wie aus Kannen. Die Wiesenschläfer hüpften sehr schnell mit ihren Sachen ins Trockene. Die Vordachschläfer wähnten sich sicher und betrachteten das Schauspiel. Schade nur, dass die Regenrinne an einer entscheidenden Stelle kaputt war und das Wasser auf dort zufällig stehende Stühle lief, von denen es genau auf zwei Schläfer mit ihren Schlafsäcken spritzte. Mit Absicht hätte das bestimmt niemand so hin bekommen. Die beiden Betroffenen brauchten einige Minuten um diese Ursachenkette zu erkennen und freuten sich nur mäßig über ihre nassen Schlafplätze. Die Gemeinderaumschläfer wähnten sich noch sicherer und waren dann überrascht, dass ihre Sachen unter den undichten Fenstern klatschnass waren. Nur die Wohnungsschläfer blieben trocken, als Strafe mussten sie ihre Koffer viele schmale Treppen schleppen. Aber wie das so ist, es ist keiner völlig aufgeweicht und die leckeren Plunderstücken zum Frühstück versöhnte uns wieder. Gut gelaunt haben wir nochmal der letzten Andacht auf dieser Fahrt gelauscht. ![]() Dann wurden die Busse bepackt, das ging diesmal erstaunlich schnell, hatten wir doch hinterher noch Freizeit in Gorzow. Schuhläden und das Musikgeschäft wurden gestürmt, letzte Zlotys in Eis umgesetzt. Die lange Busfahrt verging mit Schlaf und Film gucken. Bei Kostryn schauten einige wehmütig aus dem Fenster, dort waren noch die letzten Zelte vom Woodstockfestival zu sehen. Die Mittagspause wurde in Frankfurt/Oder eingelegt. Mhm, lecker Würstchen, gekauft in Gorzow. Leider haben sie eine merkwürdige Folie, diese Variante kannten wir von all den Chorfahrten noch nicht, wurde aber auch als wenig schmackhaft eingestuft. In Forst angekommen gabs den üblichen und nun schon gewohnten Ablauf: Konzertmaterialien entladen, Aufbau, Stellprobe.Dann bekamen wir ein schönes Abendbrot mit belegten Brötchen, Kuchen und Obst. ![]() Nun gab es schon erste Dankesworte und Verabschiedungen, nämlich an unsere beiden Busfahrer Micha und Lothar. Das sind die beiden, mit denen wir am Anfang der Fahrt einen doch etwas schwierigen Start hatten. Inzwischen haben sie sich bei uns eingelebt und wir sind gut mit ihnen ausgekommen. Danke an euch fürs gute Chauffieren und für die ruhigen Nerven! Die Kirche in Forst bot uns optimale Platzverhältnisse, gute Akustik und eine gute Orgel. Das Konzert wurde sehr schön und ist bei den zahlreichen Besuchern gut angekommen. Spannend war der Schütz, bei dem der kleine Chor auf der Orgelempore blieb, der große Chor und die Instrumente unten im Altarraum musizierten. ![]() Nach dem Konzert wurde schnell gepackt, schließlich wollten alle nach Hause ins weiche Bett. Die Busheimfahrt war dann sehr lustig, johlend wurde das Gubener Ortseingangsschild begrüßt und den Busfahrern noch mal ein Lobe gesungen bzw. gegröhlt. An der Kirche erwarteten uns Eltern und Freunde. Ab gings ins heimatliche Quartier. Nur die Auswärtigen stehen wie gewohnt an Duschen an und breiten ihre Isomatten aus. Im Kantorat wird die Chorfahrtszeitung geschrieben. Eine gute Nacht in den bequemen Betten wünscht ![]() Impressum – 2009-08-03 – chorfahrt.kirchenmusik-guben.de/2009/20090803.html |